Die Aktien der großen Brauereien lieferten sich im vergangenen Jahr eine Rallye mit immens hohen Kursanstiegen. Dennoch ist die Branche ebenfalls stark von der Weltwirtschaftskrise betroffen. Rund um den Globus bricht der Bierkonsum drastisch ein. Nur noch in Lateinamerika und Asien können die Hersteller auf ein moderates Wachstum hoffen.
Schon wieder sinkt der Bierkonsum in Deutschland und bringt die hiesigen Brauereien damit in arge Bedrängnis. Nach Angaben des Statistischen Bundesamts verringerte sich der Bierabsatz 2009 gegenüber dem Vorjahr um 2,8 Prozent auf 100 Millionen Hektoliter.
Bereits 2008 befand sich Deutschland nur noch auf Platz fünf der weltweiten Biertrinkernationen. Nummer eins der Absatzmärkte für den Gerstensaft ist mittlerweile China, gefolgt von den USA, Russland und Brasilien.
Seit Jahren geht der Bierkonsum allerdings weltweit zurück. Vor allem den traditionellen Biertrinkernationen der westlichen Welt mangelt es an Wachstum. So ist es nicht verwunderlich, dass die größten Brauereien mittlerweile hauptsächlich durch Sparmaßnahmen Verluste vermeiden können.
Dabei legten die Aktien der großen Brauereien 2009 eine beachtliche Rallye hin. Das Papier des weltgrößten Bierherstellers Anheuser-Busch-Inbev stieg im vergangenen Jahr um 85 Prozent. Heineken konnte einen Kursanstieg von etwa 50 Prozent verbuchen. Ganze 116 Prozent kletterte sogar die Aktie von Carlsberg.
Trotzdem werden sich die Brauereien in Zukunft vor allem auf die Wachstumsmärkte Lateinamerika und China konzentrieren müssen. So übernahm Heineken den mexikanischen Bierhersteller Femsa Cerveza, um sich in dem Markt besser zu positionieren. Ebenfalls interessant ist der chinesische Markt. Dementsprechend erwarten Experten in Zukunft vor allem bei Brauereien aus China noch massive Zuwächse.
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