Investitionen in Wasser fristen
immer noch ein Nischendasein. Dabei ist kaum ein Rohstoff so wichtig. Weltweit
verringert sich das Trinkwasser-Vorkommen in den nächsten Jahren drastisch.
Höchste Zeit, sich Investitionsmöglichkeiten in das Lebenselexier mal genauer
anzuschauen.
Wasser ist der wichtigste
Rohstoff für uns Menschen. Ohne Trinkwasser kann ein Mensch mal gerade zwei
Wochen überleben. Der Alltag ist vor allem in den Industrienationen ohne Wasser
nicht zu bewältigen. Nahezu jede Handlung im täglichen Leben steht in irgendeiner Form mit Wasser in Verbindung.
Eigentlich gehen wir
Deutschen relativ sparsam mit unserem Wasser um. 2007 standen um 188 Milliarden
Kubikmeter des der Natur entnommenen Nass zur Verfügung. Davon wurden jedoch
nur 37,7 Milliarden Kubikmeter verwendet.
Auch Industrienationen sind von Wasserknappheit
betroffen
Dennoch sollte man sich Gedanken
über die Herkunft und den Umgang mit diesem wichtigen Rohstoff machen. Auch
wenn die Wasserentnahme aus der Natur in Deutschland nach Angaben des
Statistischen Bundesamts von 1995 bis 2007 um 22,7 Prozent zurückging, sind
andere Regionen der Erde von einem gravierenden Mangel betroffen.
Im US-amerikanischen
Bundesstaat Kalifornien ist der Mangel an Wasser so akut, dass die lokale
Regierung im September dieses Jahres eine neue Regelung zur Wasserabrechnung
verabschieden wird. Etwa elf Milliarden USDollar wird der Staat für eine
Verbesserung der entsprechenden Infrastruktur zur Verfügung stellen. Hier in
Europa ist vor allem Spanien von einem Wassermangel bedroht.
Auch wenn Deutschland nicht
so viel Wasser verbraucht wie andere Nationen, sollte man bedenken, dass ein
Großteil davon für die Produktion von Gütern verwendet wird. Etwa 63 Prozent
des 2007 aus der Natur entnommenen Wassers diente als Kühlwasser. Da gibt es
also noch eine Menge an Sparpotenzial.
„Eigentlich ist Wasser zu
günstig. Deswegen wird es als selbstverständlich hingenommen, dass der Rohstoff
im Überfluss vorhanden ist“, sagte Rainer Ottemann, von KBC Asset Management,
anlässlich der Weltwasserwoche 2009 in Stockholm.
Anlegen in den Bereich Wasserkreislauf
Wer seinen Beitrag zu einer
besseren Wasserversorgung leisten möchte, hat die Möglichkeit, in den Rohstoff
zu investieren. Über Investmentfonds kann man in internationale Unternehmen
anlegen, die innerhalb des Wasserkreislaufs tätig sind. Der Sektor ist
vielfältig, umfasst die Wasser- und Abwasserversorgung, Überwachung, Technik
sowie die Infrastruktur.
Der KBC Eco Fund Water von
der KBC Asset Management ist ein entsprechender Fonds. Es handelt sich dabei um
einen Teilfonds des Dachfonds KBC Eco Fund, der von einem Team rund um den
Abteilungsleiter Rainer Ottemann betreut wird. Der Fonds investiert in Aktien
von Unternehmen der Wasserwirtschaft, die weltweit tätig sind.
Regional ist der KBC Eco
Fund Water vor allem in Nordamerika positioniert. Etwa 53 Prozent des
Portfolios, also der Gesamtmenge der einzelnen Wertpapiere des Fonds, ist in
Nordamerika angelegt. Nur 11,4 Prozent ist in Unternehmen der Euro-Zone
investiert. Rund 30 Prozent der Aktien sind von Unternehmen aus der Wasser- und
Abwasserversorgung. Ein ebenfalls wichtiger Teilbereich des Sektors ist die
Infrastruktur des Wasserkreislaufs. Der Fonds ist mit einem Anteil von rund 25
Prozent des Portfolios in Unternehmen dieses Bereichs investiert.
Benchmark, d. h. das
Vergleichskriterium, an dem die Wertentwicklung des Fonds gemessen wird, ist
der Index MSCI World. Zum 31. Dezember 2009 konnte der Eco Fund Water eine
Wertentwicklung von 30,64 Prozent innerhalb der letzten zwölf Monate vorweisen.
Im Drei-Jahres-Vergleich erreichte der Fonds allerdings ein Minus von 7,07
Prozent.
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